Die meisten heute bekannten Komponisten, waren zu ihren Lebzeiten eher unbekannt, oft ungeliebt, ein Großteil von ihnen vom Publikum unverstanden. Den Komponisten  Francis Thomé traf das gegenteilige Schicksal. War er doch zu seinen Lebzeiten ein anerkannter, sogar gefeierter Komponist, geriet er nach seinem Tod vollkommen in Vergessenheit. In Nachrufen aus der damaligen Zeit liest man von seiner außergewöhnlichen Begabung für kleine Salonpiècen und kurzweilige Bühnenwerke. Neuerdings erwacht ein neues Interesse an seiner raffiniert unterhaltsamen Musik und sein Werk erfährt eine Art „Revival“. Zu Recht: viele seiner Kompositionen bezaubern durch melodischen Charme und zeugen von exzellentem Handwerk.

Das 1893 entstandene Klaviertrio  und die Violinsonate von 1901 erfreuten sich damals großer Beliebtheit. Bis zu seinem Tod 1909 hatte Thomé eine Berühmtheit erlangt, die noch einige Jahrzehnte überdauerte, bevor sein Name und seine Musik gänzlich in Vergessenheit gerieten. Mit der vorliegenden Aufnahme seines wunderbaren Klaviertrios möchte das Trio panta rhei den so zu Unrecht vergessenen Francis Thomé wieder in verdiente Erinnerung bringen.

Astor Piazzolla war vier Jahre alt, als seine Familie wegen der schlechten Wirtschaftslage in Argentinien nach New York auswanderte. Seine musikalische Begabung wurde früh erkannt.

Neben dem Klavier erlernte er auch das Bandoneon-  spiel. 1937 kehrte die Familie nach Buenos Aires zurück. Eine Begegnung mit dem Pianisten Arthur Rubinstein bestärkte Piazzolla im Wunsch, einen akademischen Weg zu gehen. Ab 1940 nahm Piazzolla Kompositionsunterricht bei Alberto Ginastera. Bald erhielt er ein Stipendium und ging nach Paris, um bei Nadia Boulanger zu lernen. Beim ersten Vorspielen verschwieg er, dass er Tangos gespielt und komponiert hatte. „Ich schämte mich, ihr zu sagen, dass ich Tangomusiker war, dass ich in Bordellen und Kabaretts gearbeitet hatte. Tangomusiker war ein schmutziges Wort im Argentinien meiner Jugend, es war die Unterwelt“. Boulanger entdeckte beim Durchsehen seiner Partituren Einflüsse von Ravel, Strawinsky, Bartók und Hindemith, vermisste jedoch eine individuelle Handschrift und bat ihn, einen Tango auf dem Klavier zu spielen. Hinterher sagte sie: „Du Idiot! Merkst Du nicht, dass dies der echte Piazzolla ist, nicht jener andere? Du kannst die gesamte andere Musik fortschmeißen!“ Als er nach Argentinien zurückkehrte, hatte er seinen eigenen Stil gefunden.